Grenzüberschreitende Zusammenarbeit für sichere Kommunikation in Europa

Berlin, 24.06.2014 – Auf der Konferenz des Bundesministeriums für Bildung und Forschung „Secure Communications for Europe“ im Rahmen des Wissenschaftsjahres „Die Digitale Gesellschaft“ haben heute Vertreter der Netzwerktechnologie-Unternehmen ADVA Optical Networking, Alcatel-Lucent, Nokia, Orange und Deutsche Telekom Laboratories ein Memorandum of Understandig für sichere Netzwerktechnologie in Europa unterzeichnet. Sie verpflichteten sich, im Rahmen des europäischen Projektes „Safe and Secure European Routing (SASER)“ ihre Forschungsanstrengungen zu koordinieren und gemeinsam neue Technologien für ein sicheres, robustes und zuverlässiges Netz zu erforschen.
Grenzüberschreitende Zusammenarbeit für sichere Kommunikation in Europa

Staatssekretär Schütte auf der BMBF Konferenz "Secure Communications for Europe" (copyright: hannibal/BMBF)

Der Staatssekretär im Bundesministerium für Bildung und Forschung, Dr. Georg Schütte, betonte die Bedeutung einer sicheren Kommunikation in Europa: „Wir können die Chancen der modernen Kommunikationstechnologien nur dann in vollem Umfang nutzen, wenn wir auch die damit einhergehenden Risiken beherrschen. Diese Risiken beinhalten sowohl Attacken auf die Internet-Infrastruktur als auch auf die Dienstleistungen, die durch das Internet möglich werden. Dafür brauchen wir gemeinsame Anstrengungen in Europa. SASER ist ein leuchtendes Beispiel, wie wir mit gemeinsamen Anstrengungen die digitale Souveränität verbessern. Das Memorandum of Understandig ist dabei der Beweis, dass die Wirtschaft das Thema "Sicheren Kommunikation" genau so ernst nimmt wie die Regierungen."

Dr. Andreas Leven, Alcatel Lucent, Deutschland, Cornelia Rogall-Grothe, Staatssekretärin im Bundesministerium des Innern und Beauftragte der Bundesregierung für Informationstechnik, und Staatssekretär Schütte (v.l.r.) auf dem Rundgang durch die Ausstellung der SASER Konferenz (copyright: hannibal/BMBF)

Auf der Konferenz wurden außerdem Zwischenergebnisse einiger Forschungsprojekte vorgestellt: So können zum Beispiel durch eine verbesserte Übertragungstechnologie in vorhandenen Glasfasernetzen nicht nur die Datenübertragungsraten über mittlere und lange Distanzen erhöht, sondern gleichzeitig kann auch die Sicherheit verbessert werden. Dabei greifen die Forscherinnen und Forscher auf neue Methoden zum Schlüsselaustausch und auf innovative optische Verschlüsselungsverfahren zurück. Ziel des Projektes SASER ist es, die energiehungrigen und unsicheren elektronischen IP-Router durch neue integrierte opto-elektronische Knoten zu ersetzen. Dafür entwickeln die Projektpartner modulare Komponenten, die nicht nur auf elektronischen, sondern vor allem auf optischen Technologien basieren.

Dr. Andreas Leven (r.) erläutert Staatssekretär Schütte die Forschung im Projekt SASER. (copyright: hannibal/BMBF)

Mehr Informationen finden Sie auf der SASER Webseite.