Sichere dynamische Vernetzung in Operationssaal und Klinik (OR.Net)

Sichere und dynamische Vernetzung ver­schiedener Medizinprodukte im Opera­tionssaal

Motivation

Die Medizintechnikbranche in Deutschland gehört zu den innovativsten der Welt und ist insbesondere durch einen hohen KMU-Anteil geprägt. Allerdings schaffen es innovative Entwicklungen von mittelständischen Anbietern oftmals nicht bis in die Operationssäle und Kliniken, da Kliniken häufig komplette Einrichtungen großer Hersteller nutzen. Geräte anderer Hersteller können in diese Gesamtlösungen gar nicht oder nur schwer integriert werden, da Standards für Datenaustausch und Vernetzung fehlen. OR.Net soll Technologien und Standards bereitstellen, damit Medizingeräte unterschiedlicher Hersteller vernetzt werden können und damit neue Marktchancen für KMU erschließen.

Ziele und Vorgehen

Ziel des Projektes ist die Entwicklung von Konzepten, die eine sichere und dynamische Vernetzung ver­schiedener Medizinprodukte im Opera­tionssaal, in Planung, Diagnose und Therapie sowie in der klinischen IT-Umgebung ermöglichen. Zudem evaluieren die Projektpartner die Zulassungsbedingungen und treiben die Standardisierung voran. Die technischen Herausforderungen liegen in der dynamischen Vernetzung („Plug&Play“) computergesteuerter Medizingeräte im OP und in der Implementierung geräteübergreifender Funktionen.

Innovationen und Perspektiven

Erstmals werden Hersteller von Medizinprodukten, Kliniken, Wissen­schaft und regulierende Stellen gemeinsam daran arbeiten, offene Soft­ware-Architekturen zu gestalten. Hohe Priorität haben dabei die Vernetzung, die Interoperabilität und der sichere Betrieb der Infrastruktur. Eng ver­bunden mit der offenen Architektur ist die Entwicklung offener Schnittstellen und Protokolle. Dies ist die Voraussetzung für eine flexible und dynamische Integration weiterer medizinischer Komponenten. Neuere medizinische Geräte zusätzliche Hardware, neue Software oder neue Embedded Chips können dann auch nachträglich eingebunden werden.

Die Ergebnisse des Projektes münden in klinischen Anwendungsszenarien, die die alltagstaugliche Plug&Play-Vernetzung unterschiedlicher medizinischer Geräte im Operationssaal demonstrieren. Im Fokus der Arbeiten stehen dementsprechend die Berücksichtigung der vorgegebenen Rahmenbedingungen für die Zulassung der medizinischen Systeme und den sicheren Betrieb.

OR.Net bietet damit die Chance, die führende Position der deutschen Medizintechnik vor allem im KMU-Bereich international weiter zu festigen und auszubauen.

Weitere Informationen erhalten Sie auf der Projektwebseite von OR.Net

Projektinformation

Verbundkoordinator Universitätsklinikum Heidelberg (Sprecher)

Volumen 14,5 Mio. €

Laufzeit 09/2012 - 08/2015

Partner Universität München
RWTH Aachen
KARL STORZ GmbH & Co. KG
Richard Wolf GmbH
inomed Medizintechnik GmbH
KLS Martin GmbH
LOCALITE GmbH
Möller-Wedel
Söring GmbH
SurgiTAIX AG
Ziehm Imaging GmbH
MedPlan Engineering GmbH
MT2IT GmbH & Co. KG
Synagon GmbH
UniTransferKlinik Lübeck
VISUS Technology Transfer GmbH
CONWORX Technology GmbH
how to organize mbH
MEDNOVO Medical Software Solutions GmbH
Fraunhofer MEVIS, FIRST
OFFIS e.V.
RWTH Aachen, mediTEC, MedIT
TU München, MIMED, AIS, VI, MITI
Universität Augsburg, FMPR
Universität Leipzig ICCAS
Universität zu Lübeck ITM, ISP, IMI
Universität Rostock IMD
Universitätsklinik Aachen, Klinik für Anästhesiologie, IT-Abteilung
Fachkliniken
Universitätsklinik Tübingen Fachkliniken Urologie, Radiologie, Frauenklinik
Universitätsklinik Schleswig-Holstein IT
ZIM Uniklinikum Heidelberg
DIN Deutsches Institut für Normung e. V.
IHE Deutschland e. V.
VDE e.V., Abteilung DKE