Untersuchung zur Kartografie und Analyse der Privacy-Arena (Privacy-Arena)

Analyse und Kartografierung gesellschaftlicher Konflikte um Privatheit

Laptoparbeit in einem öffentlichen Café

Wo hört Privatheit auf und wo fängt Öffentlichkeit an? (Quelle: Universität Kassel)

Motivation

Mit der zunehmenden Digitalisierung der Welt und der Nutzung vernetzter Technologien sind vielfältigen neue Chancen, aber auch neue Verwundbarkeiten verbunden, denen sich Gesellschaft, Wirtschaft und Politik stellen müssen. Dies erfordert einen gesellschaftlichen Diskurs über das Verständnis und den Schutz von Privatsphäre. Der Schutz der Privatheit in der digitalen Welt ist daher ein Thema, das das Bundesministerium für Bildung und Forschung in interdisziplinären Ansätzen fördert. Im Diskurs zwischen den Forschungsdisziplinen werden Handlungsempfehlungen entwickelt. Die Forschungsergebnisse werden einen Beitrag dazu leisten, dass Bürgerinnen und Bürger in die Lage versetzt werden, ihr Recht auf Selbstbestimmung wahrzunehmen und selbst zu entscheiden, welche Daten über sie erhoben werden und wie diese Daten genutzt werden dürfen.

Ziele und Vorgehen

Das Ziel des Vorhabens „Privacy-Arena“ ist die Erarbeitung und Erprobung von Methoden, mit deren Hilfe gesellschaftliche Konflikte um Privatheit in einer interdisziplinären Forschungsperspektive analysiert und kartografiert werden können. Mit der Fokussierung auf den Begriff einer Arena, in der Privatheit auf vielfältige Art diskutiert und verhandelt wird, wird dem Umstand Rechnung getragen, dass Privacy in der heutigen Zeit digitaler Vernetzung keinen allgemein geteilten, klaren gesellschaftlichen Leitwert mehr bezeichnet, sondern einen umstrittenen und durch zahlreiche Unbekannte der gesellschaftlichen Entwicklung herausgeforderten Problembegriff.

Innovationen und Perspektiven

Eine interdisziplinäre Zusammenarbeit zu Forschungsfragen der Privatheit und eine Zusammenschau unterschiedlicher gesellschaftlicher Positionen haben bisher kaum stattgefunden. Die gewonnenen Erkenntnisse und angestoßenen Diskussionen tragen dazu bei, Maßnahmen für den Schutz der Privatheit zu definieren.

Projektinformation

Verbundkoordinator Universität Kassel

Volumen 0,23 Mio €

Laufzeit 11/2013 - 10/2014

Partner Universität Kassel, Institut für Soziologie
Universität Kassel, Institut für Wirtschaftsrecht
Eberhard Karls Universität Tübingen