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„InnovuM“ (Innovationsunterstützende Maßnahmen zur Mikrosystemtechnik)

Die Mikrosystemtechnik (MST) wirkt auf Grund ihres Querschnittscharakters in zahlreiche Anwendungsfelder hinein. Da sich die komplexe Hochtechnologie – nicht zuletzt aufgrund der sich wandelnden technologischen und sozio-ökonomischen Erfordernisse – ständig dynamisch weiter entwickelt, verfolgt das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) mit seiner Förderung einen flexiblen und ganzheitlichen Ansatz. Dieser wurde mit dem Rahmenprogramm Mikrosysteme zum Jahresanfang 2004 vorgestellt.

Im Mittelpunkt des Rahmenprogramms steht die Projektförderung in industriegeführten Forschungsverbünden. Im Projekt Innovum wird die Förderung durch einen multiakteurszentrierten Ansatz, verschiedene vorbereitende strategische Diskurse, flankierende Unterstützungen und Maßnahmen zur Ergebnisdiffusion sowie durch die Einbettung in das europäische und internationale Umfeld gezielt unterstützt. Die Aufgabenstellung in Innovum ist durch die beiden folgenden Ziele definiert:
  • Den Akteuren im Rahmenprogramm Mikrosysteme soll ermöglicht werden, strategisch und operational auf die Dynamik der Technologieentwicklung, die Herausforderungen der Wirtschaft und die gesellschaftlichen Bedürfnisse angemessen im Programmverlauf reagieren zu können.
  • Innovationsprozesse auf einzelbetrieblicher und gesamtwirtschaftlicher Ebene sollen durch die Minderung von Innovationshemmnissen beschleunigt werden.

Dies wird durch Konzentration auf folgende fünf Handlungsfelder erreicht:

  • Strategische, technologiebezogene Innovationsfeldentwicklung Entwicklung von Strategien in Zusammenarbeit mit Forschung und Wirtschaft zur Förderung MST-induzierter Wertschöpfungsketten in für Deutschland wichtigen Innovationsbereichen.
  • Nachhaltige Entwicklung der Aus- und Weiterbildung in der Mikrosystemtechnik Entwicklung von Kompetenzen in Unternehmen und bei Personen zur Verbesserung der Innovationsfähigkeit in der MST.
  • Europäische Integration und internationale Zusammenarbeit Analyse der internationalen Wettbewerbssituation und Verbesserung der Chancen der Unternehmen am Standort Deutschland auf globalen Märkten.
  • Unterstützung des Ergebnis- und Wissenstransfers Zielgruppenadäquate Kommunikation der Ergebnisse und Erkenntnisse aus allen Maßnahmen im Rahmenprogramm Mikrosysteme unter Nutzung unter¬schiedlicher Medien.
  • Begleitende Evaluierung

Formative Evaluation aller Förderinitiativen, -projekte und -instrumentarien im Rahmenprogramm Mikrosysteme. Das Rahmenprogramm „Mikrosysteme“ berücksichtigt in seiner industriepolitischen Ausrichtung die Strategie des BMBF, Förderung dort anzusetzen, wo Hebeleffekte bei Wachstum und Beschäftigung sowie eine Stärkung der deutschen Forschung und Industrie im internationalen Wettbewerb zu erreichen sind. Dabei wird auf ein sehr offenes, in seinen jeweiligen thematischen Schwerpunktsetzungen flexibles Konzept gesetzt, das den dynamischen Entwicklungen in den Technologien und den von der MST induzierten Industrieclustern respektive Innovationsbereichen gerecht werden soll.

Dem InnovuM-Konzept liegt die These zu Grunde, dass der einzel- und gesamtwirtschaftliche Erfolg der MST nicht allein von naturwissenschaftlich-technischen Entwicklungen abhängt, sondern auch eine Reihe von nichttechnischen Faktoren Innovationsprozesse beeinflussen. Die Technologien der Mikrosystemtechnik und ihre Anwendungen eröffnen zahlreiche Optionen für in Deutschland wichtige Wirtschaftszweige und auch in staatlichen Vorsorgebereichen wie dem Gesundheitswesen, dem Umweltschutz oder auch der Sicherheit. Die Wirtschaft ist auf der Suche nach Innovationen zur Verbesserung von Produkten und Prozessen, die ihnen Wettbewerbsfähigkeit sichert. Das Gemeinwesen und der Einzelne wiederum versprechen sich gesellschaftlichen oder individuellen Nutzen, begrüßen oder lehnen technische Entwicklungen ab.



Die ausgewählten innovationsunterstützenden Ma߬nahmen gehen über die reine Förderung von Forschung und Entwicklung hinaus. Sie sollen Projekt übergreifend helfen, vorhandene Barrieren für die Umsetzung von Forschungsergebnissen in wirtschaftlich verwertbare Innovationen zu vermindern bzw. den Prozess von der Invention zur Innovation zu beschleunigen. Gefordert ist in diesem Zusammenhang die Interaktion mit allen beteiligten Akteuren im Innovationsprozess: Forscher, Entwickler, Hersteller, Vertreiber wie auch Anwender, Kunden, Gesetzgeber, öffentliche Förderer, Kapitalgeber etc.

Zentrale Informations- und Kommunikationsplattform ist das Web-Portal: http://www.mstonline.de.

Projektleiterin:
Dr. Anette Hilbert
+49 (0) 30 310078-140
hilbert@vdivde-it.de