Das Important Project of Common European Interest on Advanced Semiconductor Technologies (IPCEI AST) hat einen wichtigen Meilenstein erreicht: Das Matchmaking zwischen knapp 200 beteiligten Partnern ist sehr erfolgreich. Damit ist der Grundstein für die nächste Phase gelegt, in der konkrete Projekte weiter geschärft, Kooperationen vertieft und Innovationsvorhaben umgesetzt werden.
Das IPCEI AST verfolgt das Ziel, die europäische Mikroelektronik nachhaltig entlang der gesamten Wertschöpfungskette zu stärken und von der Forschung über die Entwicklung bis hin zur ersten industriellen Anwendung neue Impulse zu setzen. Die erfolgreiche Vernetzung der beteiligten Industriepartner und Forschungseinrichtungen ist dabei ein zentraler Erfolgsfaktor. Das starke Matchmaking zeigt, wie groß das Potenzial für strategische Partnerschaften innerhalb des europäischen Ökosystems ist.
Erfolgreiches Management zur Stärkung des Halbleiter-Ökosystems
Eine tragende Rolle im gesamten Prozess übernimmt die VDI/VDE-IT. Mit umfassender Erfahrung im Management komplexer Technologieprogramme, insbesondere im Bereich Mikroelektronik, begleiten wir als Projektträger für das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWE) das IPCEI AST von der Konzeption bis zur Umsetzung. Die Kombination aus methodischer Kompetenz und tiefem Verständnis für die spezifischen Anforderungen des Innovationsökosystems ermöglichen uns eine zielgerichtete Steuerung der vielfältigen Aktivitäten.
Mit unserer Expertise unterstützen wir das BMWE maßgeblich bei der strategischen Ausrichtung und operativen Umsetzung der Maßnahme und tragen dazu bei, nationale Interessen wirkungsvoll in den europäischen Kontext einzubetten.
Kooperationen für ein starkes Europa
Mit dem erfolgreichen Matchmakings beginnt nun die nächste Phase des IPCEI AST. Im Fokus stehen die Finalisierung der Projekte, die weitere Ausarbeitung des Gesamtprojektes sowie die Vorbereitung der offiziellen Anmeldung der Maßnahme bei der Europäischen Kommission. Ziel ist es, innovative Vorhaben schnell in die Umsetzung zu bringen und so die technologische Souveränität Europas im Bereich der Mikroelektronik weiter auszubauen.
Die bisherigen Erfolge zeigen: Mit einem starken Netzwerk, klaren Strukturen und erfahrenem Projektmanagement lassen sich auch hochkomplexe Innovationsprogramme effizient gestalten. Das IPCEI AST ist auf einem guten Weg, ein Leuchtturmprojekt für die europäische Zusammenarbeit in Schlüsseltechnologien zu werden – initiiert vom BMWE, getragen von engagierten Partnern und unterstützt durch kompetente Akteure wie die VDI/VDE-IT.
Hintergrund zum IPCEI AST
Das IPCEI AST ist Teil der europäischen Industriepolitik zur Förderung strategisch wichtiger Schlüsseltechnologien. Im Rahmen der IPCEI-Initiative ermöglicht die Europäische Kommission den Mitgliedstaaten, gemeinsam großvolumige, grenzübergreifende Innovationsprojekte zu unterstützen, die aufgrund ihres Umfangs und Risikos nicht allein durch den Markt realisiert würden.
Europaweit beteiligen sich am IPCEI AST Akteure entlang der gesamten Halbleiterwertschöpfungskette – von großen Industrieunternehmen über mittelständische Technologiefirmen bis hin zu führenden Forschungseinrichtungen. Insgesamt umfasst die Initiative Projektteilnehmer sowie assoziierte und indirekte Partner aus fast allen europäischen Mitgliedstaaten. In Deutschland gehört das IPCEI AST zu den zentralen industriepolitischen Vorhaben im Bereich Mikroelektronik: Hier sind mehrere Dutzend Unternehmen beteiligt, die gemeinsam an Schlüsseltechnologien der nächsten Chipgeneration arbeiten.
Im Fokus des IPCEI AST stehen unter anderem die Entwicklung von KI-Chips und Beschleunigern, photonischen integrierten Schaltungen, disruptiven Sensoren und Leistungselektronik sowie Lösungen für sichere Kommunikation. Ebenso spielen Schlüsselfelder der Mikroelektronik-Wertschöpfungskette, wie Advance Packaging, Fertigungsanlagen, Chipdesign und Materialien eine vordergründige Rolle. Diese Technologiefelder sind in drei Arbeitssträngen miteinander verknüpft, die in die Ziele der europäischen und deutschen Industrie- und Mikroelektronikstrategien einzahlen:
- GROW: Europas Stärken stärken
- CHALLENGE: Europas Lücken schließen
- ENABLE: Europas Widerstandfähigkeit steigern
Industriepolitische Ziele der Bundesregierung
Die Förderung des Mikroelektronikstandorts Deutschland stellt ein wesentliches industriepolitisches Ziel der Bundesregierung dar. Im Fokus steht dabei, die technologische Leistungsfähigkeit, die wirtschaftliche Stabilität und Wettbewerbsfähigkeit sowie die nationale Sicherheit langfristig zu stärken und weiter auszubauen. Diese Ausrichtung wurde in der vom Bundeskabinett am 15. Oktober 2025 verabschiedeten Mikroelektronikstrategie konkretisiert.
Angesichts aktueller Versorgungsengpässe und Krisen auf den globalen Halbleitermärkten wird die Relevanz einer unabhängigen und technologisch souveränen Halbleiterproduktion in Deutschland und Europa besonders deutlich. Das IPCEI AST knüpft hieran an und verfolgt das Ziel, im europäischen Verbund innovative Halbleitertechnologien unter Nutzung gemeinsamer Stärken und Synergien zu entwickeln und zügig in die industrielle Anwendung zu bringen.