Brandenburger Tor
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Zwei Tage voller Austausch, Diskussionen und neuer Perspektiven: Am 22. und 23. Juni 2026 kamen beim Forum des Netzwerks der Projektträger unter dem Motto „Forschung.Innovation.Zukunft.“ rund 350 Vertreterinnen und Vertreter von Projektträgern sowie geladene Gäste aus Politik, Wissenschaft und Wirtschaft in der Axica Berlin zusammen. Als VDI/VDE-IT durften wir das Forum in diesem Jahr ausrichten und damit einen wichtigen Raum für die Weiterentwicklung der Forschungs- und Innovationsförderung schaffen. 

Im Mittelpunkt standen Fragen, die für den Innovationsstandort Deutschland zentral sind: Wie können Innovationen schneller in Wachstum, Wettbewerbsfähigkeit und neue Wertschöpfung überführt werden? Welche Rolle spielen Projektträger bei der Umsetzung der Hightech-Agenda Deutschland? Und welche Rahmenbedingungen braucht es, damit Förderprogramme künftig noch effizienter, flexibler und wirkungsvoller werden? 

Impulse aus Politik, Projektträgerlandschaft und Innovationspraxis

Bereits zur Eröffnung machte unsere Geschäftsführerin Christine Weiß deutlich: Die Herausforderungen des Standorts Deutschland können nur gemeinsam bewältigt werden. Projektträger bringen hierfür umfassende Erfahrung, technologische Expertise und Veränderungsbereitschaft ein. Sie sorgen dafür, dass Fördermittel dort wirken, wo Zukunftstechnologien entwickelt, neue Geschäftsmodelle aufgebaut und Innovationen marktfähig werden.

Wichtige Impulse setzten die Keynotes von Dr. Marcus Pleyer, Staatssekretär im Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt, und Dr. Janina Jänsch, Abteilungsleiterin Mittelstand im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie. Prof. Dr. Karl Lauterbach, Vorsitzender des Bundestagsausschusses für Forschung, Technologie, Raumfahrt und Technikfolgenabschätzung, richtete den Blick auf internationale Dynamiken, den wachsenden Wettbewerbsdruck bei Zukunftstechnologien und den Bedarf an einer stärkeren High-Risk-Förderung. 

In den Podiumsdiskussionen wurde deutlich, wie eng Forschungsförderung, Technologietransfer, Staatsmodernisierung und Innovationsfähigkeit miteinander verbunden sind. Zur Hightech-Agenda diskutierten unter anderem Tanja Alemany Sanchez de León, Dr. Ralf Lindner, Prof. Dr. Boris Otto, Martin Hullin, Dr. Alexandra-Gwyn Paetz und Klaus Uckel unter der Moderation von Nicola Kuhrt. Am zweiten Veranstaltungstag standen Innovationsfreiheitsgesetz und Staatsmodernisierung im Fokus – mit Dr. Maria Wienker, Dr. Eric Maiser, Dr. Oliver Fromm und Peter Dortans, Geschäftsführer der VDI/VDE-IT. 

Austausch als zentrales Element 

Neben den Impulsen aus Keynotes und Podien lebte das Forum vor allem vom persönlichen Austausch. In Gesprächen, Workshops und interaktiven Formaten kamen Menschen aus unterschiedlichen Bereichen der Projektträgerlandschaft zusammen, teilten Erfahrungen aus ihrer Arbeit und diskutierten gemeinsame Herausforderungen. So wurde das Forum auch zu einem Ort des Vernetzens, Zuhörens und Weiterdenkens – mit vielen Anregungen dafür, wie Forschungs- und Innovationsförderung künftig noch wirksamer gestaltet werden kann.

Unser Fazit

Ein modernes Innovationssystem braucht verlässlichen Transfer, schnellere Verfahren, flexiblere Förderinstrumente und eine ausgewogene Risikokultur. Dazu gehört der Mut, ambitionierte und risikobehaftete Vorhaben zu ermöglichen – ebenso wie die Fähigkeit, chancenlose Projekte frühzeitig konstruktiv zu beenden. Auch Digitalisierung und Künstliche Intelligenz können helfen, Prozesse effizienter, serviceorientierter und zugleich qualitativ hochwertig weiterzuentwickeln. 

Als Projektträger verstehen wir uns als aktive Schnittstelle zwischen Politik, Wissenschaft und Wirtschaft. Gemeinsam mit den weiteren Mitgliedern des Netzwerks der Projektträger leisten wir einen konkreten Beitrag dazu, Forschungsergebnisse schneller in die Anwendung zu bringen, technologische Souveränität zu stärken und den Innovationsstandort Deutschland zukunftsfähig aufzustellen. 

Wir danken allen Teilnehmenden, Sprecherinnen und Sprechern sowie allen Beteiligten für die starken Impulse, die offenen Diskussionen und den intensiven Austausch. Das Forum hat gezeigt: Die Projektträger stehen bereit, ihren Beitrag zu einem modernen, wirksamen und innovationsfreundlichen Fördersystem zu leisten.