Das Bundesministerium für Digitales und Staatsmodernisierung (BMDS) hat heute eine neue Förderrichtlinie zur Stärkung smarter Konnektivität in der deutschen Wirtschaft veröffentlicht. Mit einem Volumen von über 60 Millionen Euro unterstützt die Bundesregierung Unternehmen dabei, innovative Netzwerktechnologien schneller in die Praxis zu bringen. Ab sofort können sich Konsortien mit Projektideen für branchenspezifische Anwendungszentren bewerben. Ziel ist es, die Digitalisierung und Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Wirtschaft in Branchen wie Industrie, Logistik, Gesundheit oder Smart Cities zu stärken.
Jetzt bewerben: Aufbau von Anwendungszentren für vertikale Industrien
Ab sofort können Konsortien Skizzen für den Aufbau von Anwendungszentren einreichen. Gefördert werden bis zu fünf Projekte, die jeweils ein branchenspezifisches Anwendungszentrum etablieren. Diese Zentren sollen als Innovationsmotoren fungieren und Unternehmen dabei unterstützen, smarte Konnektivitätslösungen wie 5G-Campusnetze, innovative WLAN-Konzepte oder satellitengestützte Kommunikationssysteme unter realen Bedingungen zu erproben, weiterzuentwickeln und anzuwenden.
Die Anwendungszentren arbeiten eng mit dem Kompetenzzentrums für smarte Konnektivität (KSK) zusammen, das als Schnittstelle zwischen Forschung, Entwicklung und Praxis dient. So wird sichergestellt, dass gewonnene Erkenntnisse direkt in marktfähige Produkte und Dienstleistungen überführt werden.
Hintergrund: Drei Säulen der Förderung
- Kompetenzzentrum für smarte Konnektivität: Bündelt Wissen und unterstützt Unternehmen bei Planung, Einsatz und Weiter-entwicklung digitaler Vernetzung.
- Branchenspezifische Anwendungszentren: Stellen Testinfrastrukturen zur Erprobung und Entwicklung neuer Vernetzungslösungen bereit und leiten Blaupausen für repräsentative Anwendungsfälle ab. Förderumfang: Bis zu 3 Mio. Euro pro Zentrum.
- Branchenspezifische Projekte: Die in diesem Förderaufruf ausgeschriebenen Anwendungszentren sollen durch maßgeschneiderte Testinfrastrukturen und Know-how-Transfer konkrete Projekte bei der Implementierung oder Weiterentwicklung smarter Konnektivitätslösungen unterstützen. Ein zugehöriger Förderaufruf speziell für Wirtschaftsunternehmen wird in der zweiten Hälfte des Jahres veröf-fentlicht. Hierbei wird auch der Aufbau von lokalen Infrastrukturen durch das BMDS unterstützt.
Mit der Förderrichtlinie und den zugehörigen Förderaufrufen unterstützt das BMDS Unternehmen dabei, digitale Vernetzung wirtschaftlich nutzbar zu machen. So wird smarte Konnektivität zu einem wichtigen Treiber für Innovation, Wettbewerbsfähigkeit und Wachstum am Standort Deutschland. Als Projektträger kümmern sich die TÜV Rheinland Forschungs- und Innovationsmanagement GmbH und die VDI /VDE Innovation + Technik GmbH gemeinsam um das Förderprogramm.