Drei Menschen stehen an einem Tisch und sprechen über ein technisches Gerät

Forschung und Innovationspolitik

Eine Frau steht vor einem großen Bildschirm und hat einen Laptop in der Hand.

Forschung und Innovationspolitik

Umsetzung als Maßstab

Die Forschungs- und Innovationspolitik steht vor einem Stresstest. Freiheitsgesetze, neue Förderlogiken und technologische Prioritäten müssen sich jetzt in der Praxis bewähren.

Mit der Hightech Agenda ist die Forschungs- und Innovationspolitik in Deutschland strategisch neu aufgestellt. Technologische Prioritäten sind definiert, Programme aufgelegt und Budgets beschlossen. Der politische Fokus verschiebt sich nun von der Zieldefinition zur Umsetzung. Entscheidend ist, ob Instrumente, Prozesse und Akteure so zusammenspielen, dass Forschung und Innovation tatsächlich Wirkung entfalten.

Strategische Forschungspolitik

Mit der Hightech Agenda bündelt die Politik ihre Aktivitäten auf zentrale Schlüsseltechnologien. Dazu gehören Künstliche Intelligenz, Quantentechnologien, Mikroelektronik, Biotechnologie und klimaneutrale Industrie und Mobilität. Wissenschaftliche Exzellenz bleibt dabei eine wesentliche Voraussetzung, wird aber stärker mit Anwendung, Transfer und Skalierung verzahnt. Nichttechnische und soziale Innovationen ergänzen den Technologiefokus und begünstigen eine schnelle Diffusion technologischer Lösungen.

Innovationsförderung im Praxistest

Auch die Innovationspolitik verändert ihre Förderlogiken. Neben etablierten Programmen gewinnen flexible Instrumente an Bedeutung. Wettbewerbliche Formate, Reallabore oder phasenbasierte Förderung ermöglichen schnelleres Lernen und bewusstes Eingehen von Risiken. Der Maßstab verschiebt sich von formaler Regelkonformität hin zu Ergebnissen und Wirkung. Dazu trägt auch die stärkere Nutzung von Monitoring und Evaluation sowie strategischer Vorausschau bei.

Freiheitsgesetze als Strukturreform

Mit Freiheitsgesetzen werden Verfahren vereinfacht und Verantwortung verlagert. Detailvorgaben treten zurück, Zielorientierung rückt in den Vordergrund. Für die Forschungs- und Innovationspolitik bedeutet das einen strukturellen Wandel: Förderpraxis muss Spielräume nutzen, Steuerung neu denken und Wirkung systematisch in den Blick nehmen.

Projektträger im Zentrum der Umsetzung

Diese Veränderungen betreffen vor allem die Projektträger. Sie sind die operative Schnittstelle zwischen politischem Anspruch und konkreter Umsetzung. Moderne Projektträgerschaft bedeutet, Programme strategisch mitzugestalten, Akteure zu vernetzen und Innovationen über Förderphasen hinweg zu begleiten. Freiheits- und wirkungsorientierte Ansätze sind dabei kein Sonderfall, sondern übertragbar.

Diskursfähigkeit als Steuerungsinstrument

Wirksame Forschungs- und Innovationspolitik entsteht nicht isoliert. Der kontinuierliche Austausch zwischen Politik, Wissenschaft, Wirtschaft und Projektträgern ist Teil moderner Steuerung. Thematische und innovationspolitische Diskurse helfen, strategische Perspektiven zu entwickeln, Prioritäten zu schärfen, Instrumente anzupassen und Umsetzung frühzeitig zu verbessern.

Unser Beitrag

Wir unterstützen Politik bei der Konzeption, Ausgestaltung und Umsetzung moderner Forschungs- und Innovationspolitik. Unser Fokus liegt auf wirksamen Instrumenten, leistungsfähigen Prozessen und belastbarer Umsetzung – neutral, evidenzbasiert und anschlussfähig an politische Zielsetzungen.

Übersicht

Themenbeiträge

Wirtschaftssenatorin Franziska Giffey gab den Startschuss für die zentrale Umsetzungsphase der Reallabore.

Auf in die Praxis!

2025 gingen drei Reallabore für den Wirtschafts- und Innovationsstandort Berlin an den Start. Mit dem Berliner „Programm zur…

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Studien und Berichte

Publikationen

Handbuch „Innovation Race – Wegweisende Prinzipien für das Management von FuE-Projekten“
Innovation Race: Handbuch zu erfolgreicher Forschung und Entwicklung
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Coverbild der Publikation
Ökosystem der Batteriezellfertigung in Europa
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Aufträge zu diesem Thema

Aktuelle Aufträge im Überblick

Aufbau des Foresight innerhalb von Innovativ Thüringen im Rahmen der Umsetzung der Thüringer Innovationsstrategie

Die Landesentwicklungsgesellschaft Thüringen (LEG) unterstützt im Auftrag des Freistaates Thüringen die strategische Weiterentwicklung des Wirtschafts- und Innovationsstandortes. Mit dem Aufbau eines systematischen Foresight-Prozesses schafft die LEG eine zentrale Grundlage, um langfristige technologische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Entwicklungen frühzeitig zu erkennen und in die…

Battery 2030+

Battery 2030+ ist eine europaweite Forschungsinitiative zur Entwicklung der nächsten Generation nachhaltiger Batterien. Im Mittelpunkt steht ein chemieneutraler Ansatz, der nicht einzelne Zellchemien optimiert, sondern einen umfassenden Werkzeugkasten für Materialdesign, Schnittstellen-Engineering, integrierte Sensorik, Selbstheilung und Recyclingfähigkeit schafft. Ziel ist es, Europas Führungsrolle…