Konjunktur: Geringes Wachstum erfordert Prioritäten – Umbruch in der Arbeitswelt
Die deutsche Wirtschaft befindet sich in einer Phase geringer Dynamik. Investitionen bleiben zurückhaltend, Produktivitätsgewinne fallen geringer als in den letzten Jahren aus und zentrale Industriebereiche stehen vor tiefgreifenden Umbrüchen. Auch für die Arbeitswelt stellen sich viele Fragen: Wie wird digitale Technik unsere Arbeit verändern? Wird sie anspruchsvoller, leichter oder monotoner? Wird für Menschen überhaupt noch Arbeit da sein, wenn Roboter, künstliche Intelligenz und smarte Maschinen alles übernehmen? Jede technologische Umwälzung vernichtet Arbeitsplätze, schafft aber auch neue Tätigkeiten, oftmals solche, die man sich vorher nicht hätte vorstellen können.
Gleichzeitig zeichnet sich ab: Die nächste Wachstumsphase wird nicht flächendeckend entstehen, sondern dort mit entsprechendem Engagement und Voraussetzungen.
Regionen, die heute gezielt in Innovationsfähigkeit, Qualifikation und Kooperation investieren, werden davon profitieren. Wirtschaftliche Erholung ist damit weniger eine Frage des Zeitpunkts als der Vorbereitung und konsequenten Umsetzung.
Regionen als operative Ebene
Wirtschafts- und strukturpolitische Ziele entfalten ihre Wirkung dort, wo gearbeitet, entwickelt und produziert wird. Unternehmen und Regionen sind die operative Ebene von unterschiedlichen Aspekten der Transformation. Gut vernetzte Akteure, funktionierende Clusterinitiativen und belastbare Kooperationsstrukturen entscheiden darüber, ob Innovationen skaliert oder gebremst werden. Besonders für kleine und mittlere Unternehmen ist der Zugang zu regionalen Netzwerken entscheidend, um neue Technologien, Produkte und Prozesse zu entwickeln, anzuwenden und neue Märkte zu erschließen.