Alle reden über Edge Computing – aber was bringt das tatsächlich?

Mehr Computer-Intelligenz auf dem Endgerät statt in der Cloud: Das ist Edge Computing. Viele Unternehmen setzen auf diese Technologie, damit die Werkzeugmaschine selbst den Verschleiß ihrer Komponenten berechnen kann oder Automatisierungsingenieure vertrauliche Dokumente aus ihren Kundenprojekten mit KI-Methoden auf dem eigenen Laptop auswerten können. Schützenswerte Daten wandern so nicht in die Cloud, und der Verkehr in den Datennetzen wird reduziert. Soweit die Theorie. Aber wie geht das im Detail – und lohnt es sich überhaupt?

Zwei Fachkräfte besprechen Daten auf einem Laptop in einer modernen Fertigungshalle mit digitalen Anzeigetafeln, Sinnbild für den praktischen Nutzen von Edge Computing in der Industrie

IStock/Gorodenkoff

Von der Idee zur praxisnahen Anwendung
Im Technologietransferprogramm Edge Datenwirtschaft (2023-2026) fördert das BMFTR zehn Verbundprojekte, in denen Unternehmen und Forschungseinrichtungen innovative Edge-Technologien in praxisnahen Anwendungsfällen aus Industrie, Versorgungswirtschaft und Gesundheitswirtschaft umsetzen und neue Konzepte der Datenwirtschaft erproben. Die Begleitforschung zum Programm haben das Institut für Innovation und Technik (iit) in der VDI/VDE-IT, das Fraunhofer Institut für Software und Systemtechnik und die Kommunikationsagentur PRPetuum übernommen. Das iit und seine Partner sorgen für den fachlichen Austausch der Projekte untereinander, und sie übernehmen die Öffentlichkeitsarbeit des Programms. Die Begleitforschung begleitet die Verbundprojekte auch bei der Konzeption ihrer Plattform- und Geschäftsmodelle, und sie publiziert projektübergreifende, neue Erkenntnisse.

Peter Gabriel

Projektleiter

Edge-Computing ist eine spannende Technologie – in die Praxis kommt sie aber nur, wenn im jeweiligen Projekt das Verhältnis von Kosten und Nutzen stimmt. Die Begleitforschung Edge Datenwirtschaft liefert dafür die Bewertungsinstrumente.

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Dazu gehört die Studie „EDGE-FINOPS: Ein Leitfaden für das Kostenmanagement von Edge-Cloud-Systemen“. In Anlehnung an bekannte Kostentransparenz-Verfahren für das Cloud Computing stellt die Studie erstmalig ein Kosten- und Vorgehensmodell bereit, mit denen die Kosten für Einrichtung und Betrieb eines Edge-Systems systematisch aufgestellt werden können.

Cover EDGE-FINOPS
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In der Studie „Bewertung von Edge-Cloud-Systemen. Vorgehen, Instrumente und Metriken“ werden am Beispiel der Verbundprojekte Metriken und ein Vorgehensmodell skizziert, mit denen der technische, organisatorische und ökologische Nutzen eines Edge-Systems evaluiert werden kann. So lässt sich die Frage beantworten: Was kostet und was nutzt ein Edge-System.

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