Effektives Einsparen von Treibhausgasemissionen beim Herstellen von Wärmepumpen

Werden bestehende Anlagen und Produktionsprozesse im Verfahren umgestellt und optimiert, bietet das große Potenziale, um klimaschädliche Treibhausgasemissionen signifikant zu senken und einen wichtigen Beitrag zur Dekarbonisierung der Industrie zu leisten.

Wärmepumpe an einer Hauswand im Garten, Sinnbild für klimafreundliche Heiztechnik und Einsparung von Treibhausgasemissionen bei der Herstellung

AdobeStock/Hermann

Eine erfolgreiche Prozessoptimierung setzt die Glen Dimplex Deutschland GmbH am Standort in Kulmbach um. Das Unternehmen entwickelt energieeffiziente Systemlösungen zum Heizen, Kühlen und Lüften für Wohn- und Geschäftsgebäude. Am Standort werden Wärmepumpen hergestellt.

Im Produktionsprozess für die Wärmepumpen kam es bei der Applikation der Kühlmittel bisher immer zu Kühlmittelverlusten. Grund für diese Leckagen war vor allem die unvollständige Entleerung der Flaschen, die dazu führte, dass stets eine Restmenge in den Flaschen ungenutzt zurückblieb.

Außerdem kam es bei der Entnahme des Kältemittels und bei der Integration der Flaschen und Fässer in die Wärmepumpe zu einem Schwund, weil sie entweder nicht richtig mit dem Verbindungselement verdichtet waren, die Verbindungselemente selbst Schwachstellen aufwiesen oder die Einbringung nicht korrekt erfolgte. Diese Probleme treten sehr häufig bei der Produktion von Wärmepumpen auf und betreffen auch andere Hersteller.

Um Leckagen zu vermeiden, hat Glen Dimplex ein integratives Tanksystem installiert, welches eine sichere Verbindung zwischen Tank und Einführung des Kältemittels in die Wärmepumpe gewährleistet. Die bisher erforderliche Lieferung der Kältemittel in Flaschen und Fässer entfällt komplett. Das neue System besteht aus dem Tankbehälter für das Kältemittel und Komponenten für das Befüllen. Außerdem wurden die Produktionsprozesse umgestellt und neue Messsysteme, ein Technikraum sowie zusätzliche Sicherheitsvorrichtungen eingerichtet.

Durch die Verfahrensumstellung werden rund 4 Tonnen an Kältemittelleckagen pro Jahr vermieden und jährlich 5.697 Tonnen CO2 eingespart.

Das Vorhaben der Glen Dimplex GmbH wurde vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWE) im Rahmen des „EEW-Förderwettbewerbs Energie- und Ressourceneffizienz“ gefördert. Die VDI/VDE-IT ist seit 2016 als Projektträger für die wettbewerbliche Ausschreibungen im Bereich der Energie- und Ressourceneffizienzförderung des BMWE aktiv.

Der „EEW-Förderwettbewerb Energie- und Ressourceneffizienz“ in Zahlen

Abgeschlossene Wettbewerbsrunden

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Anträge

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Standardisierungsbeiträge beigesteuert

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geförderte Projekte

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Tonnen CO₂ geplante Einsparung aller bewilligten Projekte

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Tonnen CO₂ geplante Einsparung aller bewilligten Projekte
Mio. Euro bewilligte Fördersumme seitens des BMWE

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Mio. Euro bewilligte Fördersumme seitens des BMWE

Stand: Februar 2026

Der „Förderwettbewerb Energie- und Ressourceneffizienz“: Eine Erfolgsgeschichte

Das Interesse wächst unverändert stetig: Immer mehr Unternehmen wollen ihre Unternehmen dekarbonisieren und in energie- und ressourceneffizientere Anlagen und Prozesse investieren.

Daniel Schöllhorn

Projektleiter

Der EEW-Förderwettbewerb Energie- und Ressourceneffizienz ist ein Erfolgsmodell und unterstützt Gewerbe und Industrie dabei, ihre Produktionsprozesse in Deutschland zu dekarbonisieren. Alleine die im Jahr 2025 bewilligten Vorhaben weisen ein Einsparpotenzial von jährlich mehr als 900.000 Tonnen CO2 auf.