Transformative Innovationspolitik für Klimaanpassung in der Donauregion

Maßnahmen zur Anpassung an den Klimawandel sind zu einer vorrangigen Aufgabe der Europäischen Kommission geworden. Grad der Ambition und Umsetzung unterscheiden sich jedoch stark zwischen den europäischen Städten und Regionen. Das EU-Projekt TiCCA4Danu zielt auf den funktionalen Raum der Stadt-Region, um innovative Maßnahmen nachhaltig und integrativ umzusetzen.

Hand zeigt auf ein Architekturmodell einer grünen Stadt mit Hochhäusern inmitten üppiger Vegetation, Sinnbild für klimaangepasste Stadtplanung und Innovationspolitik in der Donauregion

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TiCCA4Danu (kurz für „Transformative Innovation for Climate Change Adaptation in the Danube Region“) schlägt einen neuartigen transformativen Innovationsrahmen vor, um eine gerechte Anpassung an den Klimawandel auf Ebene der Städte und der sie umgebenden Verwaltungsregionen zu beschleunigen. Unter aktiver Beteiligung lokaler Behörden und Stakeholder, inklusive Unternehmen, Banken und Versicherungen, zielt das Projekt darauf ab, strukturelle Anpassungshürden zu überwinden und klimagerechte Resilienz zu fördern.

Im Mittelpunkt des methodischen Ansatzes steht das Konzept der ortsbezogenen Transformativen Innovationspolitik. TiCCA4Danu wendet dieses Konzept auf den funktionalen Raum der Stadt-Regionen an, indem es Local Green Deals, ein etabliertes Instrument für die nachhaltige Transformation auf Stadtebene mit explorativen Prozessen auf regionaler Ebene verbindet.

Das europäische Forschungs- und Innovationsprojekt konzentriert seine Aktivitäten auf die vier Ankerstädte Burgas (Bulgarien), Debrecen (Ungarn), Maribor (Slowenien) und Suceava (Rumänien) und stellt eine direkte Verbindung zur „EU-Strategie für den Donauraum“ her.

TiCCA4Danu ist ein Forschungsprojekt mit 17 Partnern aus 11 europäischen Ländern, inklusive der Ukraine und der Türkei, koordiniert durch die VDI/VDE-IT. Das Projekt wird finanziert durch das EU-Förderprogramm „Horizon-Europe“.

Dr. Oliver Ziegler

Projektleiter

Klimaanpassung muss über schrittweise Einzelmaßnahmen hinausgehen und als eine systemische, ortsbezogene Innovationsaufgabe verstanden werden – mit dem Potenzial, Märkte, Governance-Modelle und territoriale Entwicklungspfade neu zu gestalten.

1
Analyse. Aufbau der „Evidenzbasis”

Analyse der sozio-ökonomischen Bedingungen → umfassendes Bild der sozioökonomischen Struktur und Innovationsaktivitäten.

Klimarisikobewertung und Entwicklung von CCA-Optionen.

Barrieren für Verhaltensänderungen.

Stakeholderanalyse.

2
Politische Erprobung. „Offener Entdeckungsprozess"”

„Local Green Deals" auf Stadtebene - CCA-fokussiert: Bewertung, Einbindung, Verpflichtung.

„Offener Entdeckungsprozess" auf regionaler Ebene (Stadt-Region-Ansatz) über Workshop-Reihen & -Runden.

Entwicklung einer gemeinsamen Vision für die Stadtregion.

Entwicklung einer transformativen Roadmap mit technischen und systemischen, sofort umsetzbaren CCA- Lösungen.

Ergebnis: Klimapakt für die Stadtregion.

3
Einbindung & Kapazitätsaufbau - Stärkung regionaler Akteure.

Trainings- und Coachingmaterialien sowie eine Community of Practice in den Stadtregionen.

Fokus auf besonders vulnerable Gruppen.

Spezifisches Business-Coaching und Entwicklung von Wertschöpfungs ketten → neue Geschäfts modelle sowie konkrete CCA-Investitions- und Finanzierungsmöglichkeiten.

Projektsynergien: Partnernetzwerk mit Fokus auf die Donaumakroregion.

4
Politikempfehlungen.

EUSDR-Flagship-Status.

Forschungsberichte.

Umsetzungsstrategie für die Donaumakroregion.