Ein Baustein der Mobilitätswende hin zu mehr Nachhaltigkeit, Klimaschutz und Lebensqualität sind E-Autos. Vollständig nachhaltig sind sie jedoch erst, wenn auch die Batterien umweltschonend hergestellt werden können. Und hier kommt das Thema Kreislaufwirtschaft ins Spiel.

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Der Weg zum umweltfreundlichen Rohstoffkreislauf
Aktuell bestehen Batterien für E-Autos zumeist aus zwei bestimmten Komponenten-Zusammenstellungen. Entweder sind Nickel, Mangan und Kobalt (NMC) die Grundlage oder Lithium-Eisenphosphat (LFP). Egal ob NMC oder LFP: enthalten sind immer sogenannte Seltene Erden. Elemente, die nicht leicht zu gewinnen und ungleich auf dem unserem Planeten verteilt sind. Daher gilt es, für Batterien einen sinnvollen Kreislauf zu entwickeln, um die enthaltenen Rohstoffe immer wieder zu verwenden.
Genau mit einem solchen Recyclingvorhaben befasst sich das Projekt „Kreislaufwirtschaftliches Recycling von Altbatterien in der Transformationsregion Dormagen“ (KRAFD). Es ist Teil der Projektträgerschaft zur „Stärkung der Transformationsdynamik und Aufbruch in den Revieren und an den Kohlekraftwerkstandorten“, die ein Team der VDI/VDE-IT für das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie umsetzt. Aufgrund des wachsenden Bedarfs an LFP-Batterien, die bis zum Jahr 2030 voraussichtlich über 90 Prozent des europäischen Batteriemarktes ausmachen, wird in Dormagen in den Aufbau großskaliger Recyclingkapazitäten investiert.
Durch ein innovatives Verfahren werden die Bestandteile von Batterien sowohl physisch als auch chemisch getrennt. Die daraus gewonnen und aufbereiteten Stoffe können wieder an Batteriezell- und Modulhersteller verkauft werden, die sie in E-Autobatterien oder stationären Energiespeichern einsetzen. Durch die geschlossene Rückgewinnung von Lithium, Eisen- und Phosphatrohstoffen reduziert das Projekt die Abhängigkeit von kostenintensiven und geopolitisch unsicheren Importen, was langfristig die Beschaffungskosten für Batteriezellenhersteller senkt und die Wettbewerbsfähigkeit europäischer Unternehmen stärkt. Weniger Primärrohstoffgewinnung bedeutet zudem weniger Energieverbrauch und CO2-Emissionen. Schätzungen gehen von mehr als 300 Tonnen CO2-Ersparnis bis zum Jahr 2035 aus. Darüber hinaus schafft das Vorhaben rund 180 hochqualifizierte Arbeitsplätze vor Ort und generiert zahlreiche indirekte Jobs in Zulieferung, Logistik und Forschung. Die im Unternehmen cylib optimierte Technologie, die auf einer innovativen, wasserbasierten Hydrometallurgie beruht, ist zudem ressourcenschonend, weil sie den Einsatz von gefährlichen Chemikalien minimiert und Abfallströme im Kreislauf hält.
