Vorsorge statt Nachsorge: Den Wandel in den Regionen aktiv gestalten

Das Servicezentrum für industrielle Transformation in den Regionen unterstützt Unternehmen und Regionale Industrieinitiativen dabei, den tiefgreifenden Wandel zu meistern, den Dekarbonisierung, Digitalisierung, demografischer Wandel und die De-Globalisierung mit sich bringen. Ziel ist es, die regionale Wettbewerbsfähigkeit zu stärken, den Klimaschutz in die Umsetzung zu bringen und auf diese Weise kleine und mittlere Unternehmen (KMU) aus der Industrie in Deutschland zu stärken. Unser Team ist federführend beteiligt.

Industriegebäude mit Photovoltaikanlagen auf dem Dach als Sinnbild für Dekarbonisierung und nachhaltige Transformation in der Industrie

AdobeStock/Pete

Wie unterstützt das Servicezentrum?

Das Angebot reicht von praxisorientierten Beratungen über Standortanalysen und eigene Schulungsangebote bis hin zu Vernetzungsformaten, um regionale Ökosysteme zu stärken und Transformationsprozesse zu fördern. Veranstaltungen und die eigene Wissensplattform machen aktuelles Transformationswissen strukturiert zugänglich und Praxisbeispiele sichtbar.

Ein besonderes Element der Wissensplattform ist der „Atlas der industriellen Transformation“. Es handelt sich um ein datenbasiertes, interaktives Dashboard, das 38 Industrielle Transformationsregionen (ITRs) in Deutschland abbildet. Es macht strukturelle Stärken und Herausforderungen sichtbar und weist regional differenzierte Potenziale aus. Diese evidenzbasierten Analysen können eine Grundlage für strategische Entscheidungen und regionale Handlungsansätze sein.

Ein Blick in die Praxis: Die Lausitz als Pilotregion

Die Lausitz durchläuft einen tiefgreifenden strukturellen Wandel und ist damit perfekt als Pilotregion geeignet. Neben den vom Servicezentrum entwickelten Schulungsangeboten, die Fach- und Führungskräften Transformationskompetenzen vermitteln, werden in der Lausitz auch die InnovationsWerkstätten durchgeführt. Dabei handelt es sich um ein Format, bei dem die Datenanalysen aus dem Atlas der industriellen Transformation mit Elementen der Strategischen Vorausschau kombiniert werden, um Akteurinnen und Akteure unterschiedlicher Ebenen und Sektoren zusammenzubringen und gemeinsame Handlungslinien zu beschreiben.

Das Servicezentrum wird als eine Maßnahme des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie und des Kompetenzzentrums Klimaschutz in energieintensiven Industrien seit Januar 2025 von der VDI/VDE Innovation + Technik GmbH in Kooperation mit den Partnern Gesellschaft für Wirtschaftliche Strukturforschung mbH, der Heinze Akademie GmbH und der CBE DIGIDEN AG umgesetzt.

Dr. Marc Bovenschulte

Leiter des Servicezentrums

Das Servicezentrum trägt dazu bei, anstelle von nachsorgenden Transfergesellschaften vorsorgende Transformationsgemeinschaften zu entwickeln, die Unternehmen und Regionen befähigen, den Wandel aktiv zu gestalten, Kompetenzen aufzubauen und gemeinsam Pfade in eine zukunftsfähige Industrie zu eröffnen.